Systeme verbinden

Wir verbinden, was nebeneinander läuft, statt miteinander.

Ein Beispiel: Ihr Shop funktioniert. Ihr ERP auch. Warum funktionieren beide trotzdem nicht miteinander? Die meisten Integrationsprobleme entstehen nicht an der Schnittstelle, sondern davor: im Datenmodell und in der Frage, welches System bei einem Widerspruch recht behält. Wir klären das zuerst und bauen danach – so, dass anschließend niemand mehr eine Excel-Liste dazwischenschieben muss.

Ursachenanalyse

Woran Datenflüsse tatsächlich reißen

Eine Schnittstelle ist selten das Problem. Diese fünf Stellen sind es fast immer.

Führungsanspruch ungeklärt

Wenn Shop und ERP denselben Wert unterschiedlich kennen – einen Preis, einen Bestand, eine Kundennummer –, muss vorher feststehen, welches System gewinnt. Fehlt diese Regel, entscheidet der Zufall der Reihenfolge.

Datenmodell nicht abgeglichen

Varianten, Staffelpreise, Kundengruppen, Einheiten und Steuerlogik heißen in beiden Systemen unterschiedlich und bedeuten selten dasselbe. Das Mapping – die Zuordnung, welches Feld im einen System welchem Feld im anderen entspricht – ist die eigentliche Arbeit, nicht die Übertragung.

Fehlerbehandlung nicht gebaut

Was passiert, wenn eine Übertragung scheitert? Ohne Wiederanlauf, Protokoll und Benachrichtigung fällt der Ausfall erst auf, wenn ein Kunde anruft.

Keine Mehrfachsicherheit

Wird derselbe Auftrag zweimal übertragen, darf er nicht zweimal entstehen. Das gehört in die Schnittstelle, nicht in die Nacharbeit.

Frequenz falsch gewählt

Nicht alles braucht Echtzeit. Bestände oft ja, Stammdaten selten. Wer alles in Echtzeit abgleicht, bezahlt Komplexität, die niemand braucht.

Integrationswege

Vier Wege zur Integration – mit Preis, Aufwand und Grenze

Es gibt keine richtige Integrationsart, nur eine passende. Diese Übersicht nennt auch die Wege, bei denen wir nicht der richtige Anbieter sind.

Vier Wege zur Integration mit Einsatzbereich, Grenze und Zuständigkeit
WEGWANN ER PASSTGRENZEWER IHN BAUT
Fertige Erweiterung / KonnektorStandardprozesse, verbreitetes ERP, wenig Sonderlogik. Schnell verfügbar, günstig im Einstieg.Endet dort, wo Ihre Prozesse vom Standard abweichen. Anpassungen sind oft teurer als ein eigener Weg.Braucht uns in der Regel nicht. Wir sagen Ihnen, wenn das reicht.
Middleware / IntegrationsplattformMehrere Systeme, laufend wechselnde Anforderungen, Bedarf an Protokollierung und Überwachung.Laufende Kosten und eine zusätzliche Komponente, die selbst betrieben werden muss.Gemeinsam – wir bringen Prozess- und Datenmodell ein.
Direkte Anbindung über SchnittstellenZwei Systeme, klare Prozesse, hoher Anspruch an Geschwindigkeit und Kontrolle.Jede Änderung an einem der beiden Systeme berührt die Verbindung.Wir.
Eigenentwicklung im ProzesskernDer Prozess selbst ist der Wettbewerbsvorteil: B2B-Preislogik, Konfiguration, Freigabeketten, Ersatzteillogik.Höchster Aufwand. Nur sinnvoll, wenn der Prozess wirklich eigen ist.Wir.
Leistungsübersicht

Was wir verbinden

Commerce und ERP

Artikel, Varianten, Preise, Bestände, Aufträge, Lieferscheine, Rechnungen, Zahlungsstatus, Retouren.

SAP, DYNAMTICS & CO.

Anbindung an S/4HANA, Business One, Dynamics & Co. – mit klarer Entscheidung zwischen direkter Verbindung und Middleware.

B2B-Portale

Kundenspezifische Preise, Rollen und Freigaben, Angebots- und Bestellhistorie, Ersatzteile, Wiederbestellung.

Händlernetzwerke

ConnectTrade: schlüsselfertige Shoplösung für Großhändler, B2B-optimiert und ERP-integriert.

Fachverfahren

Anbindung an das, woran eine Organisation tatsächlich hängt: Termin-, Personal-, Dokumenten- und Fachsysteme. Siehe Kliniken & Institutionen.

Energiemanagement

Messdaten erfassen, auswerten, berichten – inklusive Förderfähigkeit.

Mehrere Systeme ohne führendes

Vier oder mehr Systeme, keines eindeutig führend: Führungsanspruch je Datenart klären, Modelle abgleichen, Übergaben protokollieren.

Für die IT-Leitung

Für die IT-Leitung

Wir bauen keine neue Blackbox. Sie behalten Zugänge, Quellcode und Kontrolle; wir übernehmen die Verantwortung für den Betrieb. Ihr Team wird eingebunden.

Konkret heißt das: dokumentierte Schnittstellenverträge, nachvollziehbare Protokolle mit Korrelationskennungen – einer gemeinsamen Kennnummer, mit der sich ein Vorgang über mehrere Systeme hinweg verfolgen lässt –, ein Wiederanlaufweg für jeden Übertragungsfehler, eine Testumgebung mit echten Datenstrukturen und ein Übergabepaket, mit dem auch ein anderes Team weiterarbeiten könnte.

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FAQ

Häufige Fragen

Was kostet eine Systemintegration?
Der Preis hängt fast vollständig davon ab, wie weit Ihre Prozesse vom Standard abweichen und wie sauber das Datenmodell auf beiden Seiten ist. Deshalb steht bei uns am Anfang ein Audit mit Preis ab 2.080 €; danach liegt eine belastbare Aufwandsschätzung vor. Eine Zahl vor dieser Prüfung wäre geraten.
Wie oft werden Daten synchronisiert?
Meist nur für einen Teil der Daten. Bestände und Auftragsstatus profitieren von kurzen Intervallen, Stammdaten und Preise selten. Wir legen die Frequenz je Datenart fest, nicht pauschal für die ganze Verbindung – das senkt Komplexität und Betriebsaufwand.
Was passiert bei einem Wechsel des führenden Systems?
Nur, wenn die Verbindung von Anfang an dafür ausgelegt ist. Wir trennen deshalb die fachliche Logik von der systemspezifischen Anbindung. Ein ERP-Wechsel berührt dann die Anbindung, nicht den gesamten Prozess.
Was passiert bei Übertragungsfehlern?
Jeder Vorgang wird protokolliert, fehlgeschlagene Übertragungen werden erneut angestoßen, und wenn das nicht gelingt, geht eine Meldung an eine benannte Person. Doppelte Übertragungen erzeugen keine doppelten Vorgänge. Das ist Teil der Schnittstelle, nicht der Nacharbeit.
Können mehrere Dienstleister an einer Integration arbeiten?
Ja. In Integrationsprojekten ist das eher die Regel als die Ausnahme – ERP, Shop und Fachverfahren werden oft von verschiedenen Häusern betreut. Wir brauchen dafür geklärte Zuständigkeiten und einen benannten Ansprechpartner je System.
Wie lange dauert eine Systemintegration?
Die Klärung von Datenmodell und Führungsanspruch dauert Wochen, die technische Umsetzung meist ebenfalls. Projekte, die länger dauern, verlängern sich fast immer in der ersten Phase – weil eine Entscheidung offen bleibt, nicht weil die Programmierung stockt.

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